Steinkauzschutz

Foto Christoph-Bosch
Foto Christoph-Bosch

Der Steinkauz, ein etwa amselgroßer Vogel, lebt in offenen, mit Bäumen und Feldgehölzen durchsetzten Kulturlandschaften. Er ernährt sich von Mäusen, Käfern und Regenwürmern. Ab Mitte April beginnt das Brutgeschäft. Beide Elternteile ziehen meist 3 - 5 Jungvögel in geräumigen Bruthöhlen groß.

 

Die ständige Verringerung des Brutplatzangebotes aufgrund des Verschwindens alter Streuobstbestände in Rheinhessen ist ein wesentlicher Grund für den starken Rückgang des Steinkauzes, so dass die Art inzwischen auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten als stark gefährdet aufgeführt ist. 

Übersichtskarte


2021

 

In die Statistik wurden alle bekannten Brutpaare in unserem Zuständigkeitsgebiet Stadtgebiet Worms und Verbandsgemeinden Eich, Wonnegau und Monsheim aufgenommen. Dabei ist es egal, ob die Steinkauzröhren und -bruten zum Steinkauzprojekt des NABU Worms-

 

Wonnegau zählen, oder von Privatpersonen, Gebietsbetreuern, Vogelvereinen, BUND oder GNOR betreut werden. So sind die Gebiete im Gimbsheimer Sand mit aufgeführt, Dirmstein wurde an die Vorderpfälzer Steinkauzbetreuer abgetreten.


Das Ergebnis 2021 der Beringungs- und Brutzeitkontrolle:

 

48 Brutpaare wurden angetroffen, von denen 42 erfolgreich waren. Solch eine große Zahl von Brutpaaren hatten wir noch nie. Allerdings sind 6 erfolglose Bruten bzw. Verluste der Gelege auch eine hohe Zahl.

 

 

Die o.a. 48 Paare legten ca. 203 Eier. Das ist Rekord.

 

154 Jungvögel konnten beringt werden bzw. wurden flügge. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, wenngleich sich nur aus ca. 75 % der Eier Junge bis zum Beringungsmoment entwickelten.

Die frei gebliebenen Röhren bezogen in ca. 20 Fällen wie gewohnt Stare, allerdings nicht mehr so häufig wie in den letzten Jahren und häufig Gartenschläfer (9). Wie wichtig eine exakte Datenerhebung ist oder werden kann, zeigt sich z.B. in der bundesweiten Erfassung der Gartenschläferbeobachtungen. Wir konnten dank eurer Rückmeldungen ein gutes Datenmaterial liefern. Deshalb ergeht noch einmal die eindringliche Bitte, bei der jährlichen Brutzeitkontrolle auch die nicht vom Steinkauz belegten Röhren aufzulisten und die Belegung mitzuteilen.
 
Die Gelegegröße war mit 4,23 Eiern sehr gut. Es gab sechs 6er-Gelege und zwei 7er-Gelege.

Mit einem kalten Frühling starteten wir ins Jahr 2021. Der März verlief mild und erreichte am Monatsende warme Temperaturen, doch der kälteste April seit 40 Jahren und kühle Winde im Mai ließen nie so wirklich Frühling erahnen. Der Mai war niederschlagsreich und weiterhin kühl. Genau in diesem Monat mussten die Jungen versorgt werden und da führte diese Witterung zu Einschränkungen. Ob in den ersten Monaten des Jahres das Vorhandensein von ausreichend Mäusen gegeben war, wird sehr unterschiedlich bewertet. Es ist zu vermuten, dass es zunächst noch viele Mäuse gab, weshalb so viele Paare zur Brut schritten.

In der Folge wurden manche Bruten jedoch aufgegeben, wo wir nach intensiver Prüfung Nahrungsmangel als Ursache vermuten. In anderen Röhren hingegen wurden zahlreiche Feldmäuse im Nahrungsdepot angetroffen. In manchen Regionen in Rheinland-Pfalz entnahmen die Steinkauzbetreuer deshalb aus den Nahrungsdepots einige Mäuse, um sie in anderen Röhren mit unterernährten Jungen hinzuzufügen. Selbstverständlich macht sich zusätzlich der starke Insektenrückgang deutlich bemerkbar und trägt zur nicht ausreichenden Ernährung von Steinkäuzen bei.

Eine Beobachtung an einer regelmäßig von Steinkäuzen bewohnten Röhre ließ uns aufmerksam werden: Am 15.5. konnten noch 4 Junge angetroffen werden. Bei der Beringung am 31.05. hingegen stießen wir zunächst nur auf 2 Junge, die in der Röhre saßen. Wie groß war die Überraschung, als wir im Getreide unter dem Röhreneingang zwei noch nicht flügge, aber lebende Steinkauzjunge entdeckten. Sie waren offenbar unterernährt. Nach der Beringung setzten wir sie wieder in die Röhre zu den anderen beiden. Als wir uns entfernten, sahen wir von weitem, dass ein Jungvogel die Röhre verließ und lossegelte und in etwa 10 m Entfernung zu Boden sank. Trotz intensiver Suche konnten wir ihn nicht mehr entdecken. Ob die Flucht im Hunger begründet war, lässt sich nur vermuten, denn dieses Verhalten habe ich zuvor noch nie festgestellt. 
16 beringte Altvögel konnten wir antreffen. Das ist ein gutes Ergebnis. Die Rückmeldungen werden den jeweiligen Gebietsbetreuern mitgeteilt.


Steinkauzergebnis 2021 NABU Worms-Wonnegau. Grafische Darstellung Brutpaare und Jungvögel.

Erfolgreiche Brutpaare(Blau) und beringte Jungvögel (Rot)
Erfolgreiche Brutpaare(Blau) und beringte Jungvögel (Rot)

Horchheim (HOR)
Sieben Brutpaare in Horchheim sind Rekord, nachdem letztes Jahr bereits sechs Brutpaare ein Spitzenwert war. Aus ca. 23 Eiern entwickelten sich nur 12 Junge, auch weil ein Gelege mit 5 Eiern aufgegeben wurde und bei einem anderen Gelege 3 Junge nicht durchkamen.

 

Wiesoppenheim (WIO)
Drei Gelege bei 6 Röhren gab es zuletzt 2008. Allerdings wurden nur in der WIO 14 vier Junge groß. Interessant war der Fund von 4 zerbrochenen Eiern, die direkt vor dem Eingang der Röhre auf dem Boden lagen. Wie sie dorthin kamen, ist auch nach Diskussion in Fachkreisen nicht erklärbar.

Heppenheim (HEP)
4 Bruten sind in Ordnung, 11 Junge ebenfalls gut. Ein Gelege wurde aus nicht bekannten Gründen aufgegeben.


Monsheim (MON)
In Monsheim gab es ein Gelege mit 4 Jungvögeln.  

Mölsheim (MÖL)
Drei Paare in Mölsheim trotz erweitertem Höhlenangebot ist noch nicht das Optimum in einem eigentlich guten Gebiet. Das war mal anders. In einer Röhre wurde die Brut aufgegeben.

Flörsheim / Gundheim (FLÖ)
Ein Brutpaar mit 6 Jungen ist an der Stelle zuverlässig. Letztes Jahr waren es 7 Junge.

Herrnsheim (HER)
In Herrnsheim bleibt es dauerhaft bei einem Paar, das 4 Junge großzog. Mehr ist aufgrund des geringen Höhlenangebotes nicht zu erwarten.

Bechtheim, Mettenheim (BE)
Hoppla! Was ist da los? Sechs Röhren stehen zur Verfügung, alle wurden bebrütet! 24 Jungvögel konnten ausfliegen! In dem Gebiet gab es auch zwei tolle Ringfunde zu verzeichnen: Ein Steinkauz war aus dem 92 km entfernten Hunspach/Frankreich nach Mettenheim geflogen, ein anderer ist von Butzbach/Mittelhessen 80 km bis nach Bechtheim geflogen.

Osthofen (OH) / Westhofen (WH)
Zwei Brutpaare mit 10 Jungen plus ein weiteres Brutpaar mit drei Jungen ist wirklich gut.

RWE-Trasse
An der RWE-Trasse tut sich was: 8 Gelege sind ein Spitzenwert. 29 Junge übertrifft ebenfalls weit die Erwartungen. Drei 6er und eine 7er Brut, bei der alle Jungvögel beringt werden konnten, ist super. Leider wurde eine 5er-Brut aufgegeben: Von den Jungen, die noch nicht flügge waren, fehlte bei der nächsten Kontrolle jede Spur.

Dittelsheim (DIT)
Eine Brut mit 3 Jungen ist etwas unterdurchschnittlich, aber in Ordnung. In der zweiten dort befindlichen Röhre brütete wieder der Wiedehopf.
 
Gundersheim (GUND)
Die Röhren in den Gabionen und den drei Strommasten im Gundersheimer Höllenbrand sind weiterhin nicht vom Steinkauz belegt. Aus dem Ortsbereich werden 5 Bruten und aus Bermersheim eine Brut gemeldet. Eine Beringung und Brutzeitkontrolle findet dort nicht statt.

Gimbsheimer Sand (GIMB)
Vier Brutpaare im Gimbsheimer Sand ist in Ordnung. Es gab sogar zwei 6er- und ein 7er-Gelege. Insgesamt konnten 15 Jungvögel beringt werden.


2021 Von Frankreich nach Mettenheim

 Durchatmen ist bei den Steinkauzschützern des NABU Worms-Wonnegau angesagt, denn dieses Brutjahr war ein Besonderes. Ein paar Mal mussten die vielen Aktiven die Luft anhalten, ob sich die jungen Steinkäuze gut entwickeln und sehr unterschiedlich war am Ende das Ergebnis. Die Erkenntnisse dazu bezieht der NABU nämlich durch Nachschau in den fast 100 Brutröhren, die er im Wonnegau vornehmlich in Nussbäumen angebracht hat um die gefährdete Eulenart zu unterstützen. Bei der Brutzeitkontrolle werden dann durch ausgebildete Beringer die Eier gezählt oder die Jungvögel gleich mit einem Ring versehen. Das nennt sich offiziell Beringung und deren Ergebnisse lassen aufhorchen: „Wir treffen öfter beringte Altvögel in diesen Brutröhren an, die z.B. aus Gebieten nördlich des Mains stammen oder aus dem Raum Nierstein und der Südpfalz zu uns kommen“, berichtet Matthias Bösl, der seit rund 30 Jahren das Steinkauzschutzprojekt beim NABU betreut, „doch was wir in Mettenheim erlebten, hatten wir noch nie!“ Bei der Kontrolle einer Röhre stießen die Aktiven auf einen weiblichen Steinkauz, der einen französischen Ring trug. Eine Nachfrage beim Max-Planck-Institut, auch bekannt als Vogelwarte Radolfzell, erbrachte dann als Ergebnis, dass der Steinkauz in Hunspach, Bas-Rhin, seinen Ring angelegt bekommen hatte. In der Folgezeit flog er Luftlinie 92 km bis nach Mettenheim, um dort in einer Röhre vier Jungvögel großzuziehen.
„Der ist Franzose, der weiß, wie man gut lebt und ist deswegen nach Mettenheim gezogen“, erzählt Andrea Frohna, die örtliche Steinkauzbetreuerin mit einem Schmunzeln, „diese Entfernung ist schon ungewöhnlich, allerdings haben wir dieses Jahr auch im benachbarten Bechtheim einen Steinkauz angetroffen, der in Butzbach im Wetteraukreis beringt wurde und 80 km zu uns flog“. Das ist schon deshalb erstaunlich, weil der Steinkauz niedrig fliegt und das Rhein-Main-Gebiet oder den Taunus überwunden haben muss. Der NABU ist sich sicher, dass es den Steinkäuzen in Rheinhessen besonders gut gefällt.

Steinkauz mit französischem Ring
Steinkauz mit französischem Ring

Zurück zum ungewöhnlichen Brutjahr, das grundsätzlich von der Witterung und dem Nahrungsangebot beeinflusst wird. Laut NABU gab es anfangs noch zahlreiche Mäuse, eine Lieblingsspeise der kleinen Eulen, und sie legten reichlich Eier, doch mancherorts reichte plötzlich die Nahrung nicht und einige Junge kamen nicht durch. „Wir konnten knapp 50 Brutpaare zählen, so viele wie noch nie“, freut sich Bösl, „leider wurden aber sieben Gelege aufgegeben“.
Der Bestand des Steinkauzes ist in Mitteleuropa stark zurückgegangen. Aus traditionellen Gebieten ist der nur 23cm große Vogel verschwunden. In Rheinhessen sind einzeln stehende Nussbäume in landwirtschaftlich genutzten Flächen bevorzugter Brutplatz. Doch weil die Bäume bei der Bewirtschaftung im Wege stehen, werden keine nachgepflanzt. Ursprünglich lebte der Steinkauz in Baumhöhlen ausgedehnter Streuobstwiesen an Ortsrändern. Als Beute dienen ihm Mäuse, Käfer, Insekten oder Regenwürmer. „Streuobstwiesen am Rande von Ortschaften sind schon lange verschwunden“. So weicht die Eule auf die wenigen Nussbäume aus, die sich in Rheinhessen noch befinden.


Das Ergebnis 2020 kann sich sehen lassen

42 Brutpaare wurden angetroffen, von denen 38 erfolgreich waren

163 Jungvögel konnten beringt werden bzw. wurden flügge. Das ist -natürlich- Rekord!

nachfolgend das Ergebnis der Steinkauzsaison 2020. Dazu eine Vorbemerkung: In die Statistik wurden alle bekannten Brutpaare in unserem Zuständigkeitsgebiet Stadtgebiet Worms und Verbandsgemeinden Eich, Wonnegau und Monsheim aufgenommen. Dabei ist es egal, ob die Steinkauzröhren und -bruten zum Steinkauzprojekt des NABU Worms-Wonnegau zählen, oder von Privatpersonen, Gebietsbetreuern, Vogelvereinen, BUND oder GNOR betreut werden. Den

sinnvollen Statistik ist es jedoch nicht egal. Wenn ein Steinkauzpaar in einer "NABU-Röhre" brütet und im nächsten Jahr in eine andere Röhre z.B. in 200 m Entfernung umzieht, die nicht vom NABU betreut wird, wäre die Brut in dem einen Jahr erfasst, in dem anderen nicht. Das ist nicht nachvollziehbar. Deshalb sind die Gebiete in Gundersheim und Gimbsheimer Sand mit aufgeführt, Dirmstein wurde an die Vorderpfälzer Steinkauzbetreuer abgetreten.


Horchheim (HOR)
Sechs Brutpaare in Horchheim sind Rekord und entsprechen nicht der Vermutung die wir hatten. Denn die Erfahrungen zeigen eigentlich, dass Gebiete zwischen stark befahrenen Verkehrsstraßen nicht zu den geeigneten Brutarealen zählen. 29 Eier und 27 Junge sind nun Rekord, freuen sich die Betreuer Dieter Kern, Josef Denschlag und Thomas Müller.

Wiesoppenheim (WIO)
Ein Gelege mit 5 Jungen ist Durchschnitt. Martin und Christian Keth betreuen die Röhren.

Heppenheim (HEP)
Frau Köstel betreut nun Heppenheim und kann 4 Bruten verzeichnen. 11 Junge verließen bei zwei Standorten die Brutröhre, zwei Gelege wurden aus nicht bekannten Gründen aufgegeben.

Monsheim (MON)
In Monsheim gab es zwei Gelege mit 11 Eiern, aus denen alle Jungvögel ausflogen. Das ist in dem von Rainer Schreiber betreuten Gebiet, zumindest was die Zahlen der Jungen angeht, Rekord. 

Mölsheim (MÖL)
Drei Paare in Mölsheim trotz erweitertem Höhlenangebot im Gebiet von Ronald Knier ist noch nicht das Optimum in einem eigentlich guten Gebiet.

Flörsheim / Gundheim (FLÖ)
Zwei Brutpaare mit 8 Jungen lassen hoffen. Was zunächst wie Durchschnitt aussieht, ist bei näherer Betrachtung dann doch ungewöhnlich: Während in der FLÖ 71 nur ein Junges groß wurde, waren es -Sie haben es errechnet- in der FLÖ 72 sieben Junge!

Herrnsheim (HER)
In Herrnsheim bleibt es dauerhaft bei einem Paar, das 5 Junge großzog. Mehr ist aufgrund des geringen Höhlenangebotes nicht zu erwarten.

Bechtheim, Mettenheim (BE)
Vier Paare versuchten sich und legten 22 Eier. Heraus kamen 14 Junge, weil ein 7er-Gelege -wie bereits 2018 an dieser Stelle- aufgegeben wurde. Ein Grund ist nicht erkennbar. Neue Betreuerin in Bechtheim ist Nina Au, die neben Andrea Frohna aus Mettenheim auf dem Plateau unterwegs ist.

Dittelsheim (DIT)
Im Gebiet von Hubert Willems sind zwei Röhren, von denen nur eine mit Steinkäuzen belegt war. Das macht aber nichts, denn in der anderen befanden sich Wiedehopfe!
 
Gundersheim (GUND)
Die Röhren in den Gabionen und den drei Strommasten im Gundersheimer Höllenbrand sind weiterhin nicht vom Steinkauz belegt. Betreuer Daniel Steffen hat in Gundersheim in den von ihm angebrachten Röhren drei Bruten zu verzeichnen.

Gimbsheimer Sand (GIMB)
Peter Bretzer und sein Team haben im Gimbsheimer Sand zahlreiche Röhren und Wiedehopfkästen angebracht. In vier Wiedehopfkästen und einer Steinkauzröhre gab es insgesamt fünf Bruten mit 21 Eiern und ebenso vielen Jungen. Das ist ein starkes Ergebnis.

Osthofen (OH) / Westhofen (WH)
Ein Brutpaar mit 5 Jungen ist in Ordnung. Frieder Eigenbrodt aus Westhofen ist zufrieden. Von der RWE-Trasse, siehe nachfolgend, kamen noch zwei Bruten dazu.

 

Sonstige Brutpaare
Die Röhre Döring in Osthofen wies 5 Eier auf, dort konnten wir aber aus unerfindlichen Gründen nur ein Junges antreffen.

RWE-Trasse
An der RWE-Trasse im Gebiet von Michael Lentes gab es acht Brutpaare. Das ist absolute Spitze, denn nicht nur an den alten sechs Standorten, sondern auch nördlich der Landstraße Osthofen-Abenheim und nördlich der Landstraße Osthofen-Westhofen bei Frieder Eigenbrod gab es weitere zwei Bruten. 38 und 26 Junge sind sehr gut.


Erfolgreiche Brutpaare

2020: 38
2019: 30
2018: 20
2017: 22
2016: 29
2015: 30
2014: 23
2013: 26
2012: 31
2011: 20

gesamt:

 


2010: 20
2009: 30
2008: 40
2007: 31
2006: 19
2005: 16
2004: 13
2003: 10
2002: 8

Jungvögel beringt

 

2020: 163
2019: 75
2018: 67
2017: 62
2016: 103
2015: 141
2014: 117

 

 

 


2013: 57
2012: 122
2011: 89
2010: 59
2009: 66
2008: 68


2020

Das Ergebnis 2018 ist ernüchternd.

28 Brutpaare wurden angetroffen, aber nur 20 waren erfolgreich. Bei 8 Brutpaaren wurde die Brut abgebrochen, die Eier verblieben in der Röhre. Bereits in den beiden Jahren zuvor wurden zahlreiche Bruten aufgegeben.

Die o.a. 28 Paare legten nur 117 Eier. Das ist kein gutes Ergebnis.

 (Rekordjahr 2015 176 Eier).

Nur 67 Jungvögel konnten beringt werden bzw. wurden flügge.
Die frei gebliebenen Röhren bezogen wie gewohnt Stare (25) und häufig Gartenschläfer (10, weiterhin mit zunehmender Tendenz). Vor allem bei der spätsommerlichen Kontrolle trafen wir auf zahlreiche Bienen und Wespen.
  Die Gelegegröße war mit 4,33 Eiern in Ordnung. Es gab zwei 6er-Gelege und ein 7er-Gelege.
 Das Jahr begann feucht und für die Steinkäuze zunächst zufriedenstellend. Nach meiner Einschätzung stellten die Steinkäuze nach der Eiablage fest, dass kaum Mäuse zur Verfügung standen und durch beginnende Trockenheit fielen auch Regenwürmer als Nahrung aus.

Auf Insekten konnten die Steinkäuze sodann nicht zurückgreifen, weil sich der andauernde Insektenrückgang in der freien Feldflur deutlich auf den Bruterfolg des Steinkauzes auswirkt. Im Siedlungsbereich sieht die Situation mitunter besser aus. Dort waren Steinkäuze gut genährt und pflückten sich Käfer.Der ein oder andere Beobachter stellt vermehrt Dohlen an den innerörtlichen Brutplätzen fest, die sich vor den Brutplätzen oder auf den Sitzgelegenheiten aufhalten. Diskutiert wird auch die Nahrungskonkurrenz durch Dohlen und Saatkrähen, die auf den Feldern Mäuse, Insekten und Regenwürmer suchen. Wo fast nichts mehr an Nahrung ist, wird es auch für den Steinkauz sehr schwer.
 12 beringte Altvögel konnten wir antreffen.
Die dargestellte Situation deckt sich mit Ergebnissen aus anderen Gebieten Rheinhessens.

 


Steinkauzergebnis 2018 NABU Worms

Horchheim (HOR)
Dauerhaft zwei Brutpaare in den beiden seit Jahren belegten Röhren der Betreuer Dieter Kern, Josef Denschlag und Thomas Müller. Die Röhre HOR 4 ist übrigens schon seit 13 Jahren belegt. 6 Jungvögel wurden flügge.
Wiesoppenheim (WIO)
Das eine angetroffene Paar brütete dieses Jahr nicht. Martin und Christian Keth betreuen die Röhren.
Heppenheim (HEP)
Es gab in dem von Herrn Termin betreuten Gebiet wieder 4 Bruten. 11 Junge verließen die Brutröhre, in einem Fall wurden bei der ersten Kontrolle am 05.05.18 ein auf den Eiern sitzender Steinkauz angetroffen, bei der zweiten Kontrolle am 31.05.2018 waren die Eier verlassen, am 14.06.2018 wurden die Eier und 6 junge Gartenschläfer angetroffen.
Dirmstein (DIR)
Vier Brutpaare sind in Dirmstein kein gutes Ergebnis. Noch schlechter ist die Ausbeute: Drei Paare gaben die Gelege auf. Es schlüpften letztlich aus 18 Eiern nur 2 Junge.
Monsheim (MON)
In Monsheim gab es nur ein Gelege mit 3 Eiern, aus denen alle Jungvögel ausflogen. Dieser von Rainer Schreiber betreute Standort ist übrigens seit 13 Jahren dauerhaft belegt.
Mölsheim (MÖL)
Drei Paare in Mölsheim trotz erweitertem Höhlenangebot im Gebiet von Ronald Knier ist noch nicht das Optimum. Allerdings liegt das Ergebnis über dem Schnitt im Vergleich zu anderen Gebieten. 15 Junge flogen aus. Bemerkenswert ist, dass MÖL 61 schon seit 18 Jahren mit ganz kurzer Unterbrechung belegt ist.
 Flörsheim / Gundheim (FLÖ)
Ein Brutpaar, ein Junges, das ist in dem fünf Röhren umfassenden Gebiet sehr wenig. Die Röhre FLÖ 71 ist seit 2001 mit wenigen Ausnahmen dauerhaft belegt.

Herrnsheim (HER)
In Herrnsheim bleibt es dauerhaft bei einem Paar, die sich mit 6 Jungen mächtig ins Zeug legten. Mehr ist aufgrund des geringen Höhlenangebotes nicht zu erwarten.
Bechtheim, Mettenheim (BE)
Vier Paare versuchten sich und legten 10 Eier. Heraus kamen 3 Junge, 3 Gelege wurden aufgegeben. Ein Grund ist nicht erkennbar. Friedhelm Neu in Bechtheim und Andrea Frohna in Mettenheim warten auf ein besseres Ergebnis.
Osthofen (OH) / Westhofen (WH)
Zwei Brutpaare mit zwei Gelegen und null Jungen! Danach zogen in einem Fall Gartenschläfer ein. Herr Eigenbrodt aus Westhofen ist enttäuscht.
RWE-Trasse
An der RWE-Trasse gab es vier Brutpaare. Das ist zwar im Durchschnitt, aber es könnten mehr sein. 19 Eier und 14 Junge sind aber im von Michael Lentes betreuten Gebiet ordentlich.   
Dittelsheim (DIT)
100 % Erfolg im Gebiet von Hubert Willems. Zwei Röhren, zwei Brutpaare: 6 Junge. Das ist gut. Gundersheim Höllenbrand (GUND)
Die 21 Röhren in den Gabionen und den drei Strommasten im Gundersheimer Höllenbrand sind weiterhin unbewohnt. Betreuer Daniel Steffen hofft dort auf die erste Brut.
Sonstige Brutpaare
Gundersheim Ortslage
Rund um die Ortslage hat Daniel Steffen 14 Niströhren angebracht. Dieses Jahr gab es 3 Brutpaare mit 9 Jungvögeln. Diese sind in die u.a. Statistik nicht eingeflossen.
Steinkäuze im Gimbsheimer Sand
Im "Gimbsheimer Sand" gab es dieses Jahr 3 Bruten mit 13 Jungen im von Peter Bretzer betreuten Gebiet.
Osthofen
Im Garten von Herrn Döring schlüpften 5 Junge.

 


Erfolgreiche Brutpaare

2018: 20
2017: 22
2016: 37

2015: 30
2014: 23
2013: 26
2012: 31
2011: 20
2010: 20

 

2009: 30

2008: 40

2007: 31
2006: 19
2005: 16
2004: 13
2003: 10
2002:   8

Jungvögel beringt

 2018: 67
2017: 62
2016:103

2015: 141
2014: 117
2013: 57
2012: 122
2011: 89

 

2010: 59
2009: 66

2008: 68
2007: 125
2006: 60
2005: 68
2004: 36

 


Erfolgreiche Paare: 71%
 
Bruterfolg pro BP) 2,57

Bruterfolg pro erfolgr. Brut: 3,60

Anzahl Röhren: 101