Die Abenteuer von Olli, Rubi,Niko und Luca

Wormser Tiergarten, 2019

Alles Futter der Storcheneltern konzentrierte sich 2019 nur noch auf zwei Junge, die nun Niko und Luca heißen. Bei der Beringung und Besenderung am 8. Juni wurde entsprechend ein hohes Startgewicht für die ersten Flugübungen ab Mitte Juni erfasst.
Der Drang in den Süden führte bei Luca zum Fernflug nach Nordspanien. Die Reise dauerte von 1. bis 22. August. Vom 10. bis 22. August flog Niko sogar schon bis Südspanien. Dort könnte er in Kürze den Meeresüberflug von Gibraltar nach Marokko wagen.
Die ein Jahr älteren Gebrüder Olli und Ruby vom Wormser Tiergarten verhalten sich in ihrem zweiten Lebensjahr schon ganz anders. Den ersten Winter seines Lebens verbrachte Olli in Westafrika/Senegal und blieb aber diesen Sommer in Nordspanien, wo er herumschweifend jetzt seinen jungen Bruder Luca treffen könnte. Dem weniger weitfliegenden Ruby reichte Marokko für den ersten Winter, doch flog er in

diesem Sommer zurück nach Deutschland und trieb sich im Dreieck München, Leipzig und Magdeburg herum. Auch jetzt, Ende August, reicht ihm immer noch die Gegend nördlich des Bodensees.

Dass alle vier Jungstörche noch leben, ist bei der bisherigen hohen Verlustrate für Jungstörche ein Glücksfall. Die Elternstörche leben weniger gefährlich, denn sie sieht man immer wieder auf dem Nest im Tiergarten. Wir wissen nicht, ob sie überhaupt noch nach Süden fliegen, denn sie sind nicht besendert und waren am 1. Januar dieses Jahres schon wieder am Nest aufgetaucht.
Verfolgen Sie das weitere Schicksal der besenderten Jungstörche über die kostenfreie APP Animal Tracker, zu beziehen über Google oder Appel Store, und neu auch über Facebook (Aktion PfalzStorch e. V.). Unter www.pfalzstorch.de sind die wichtigsten zusätzlichen Informationen nachzulesen.


2018 Die Abenteuer von Olli und Rubi

Tiergarten Worms. Jungstörche im Nest besendert
Tiergarten Worms. Jungstörche im Nest besendert
Olli
Olli

Auch in diesem Jahr wurden wieder das Besenderungsprojekt der Aktion Pfalzstorch e.V. und des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Radolfszell durchgeführt. Per Webcam ist der GPS-Sender auf dem Rücken der beiden Tiergarten-Jungstörche gut erkennbar.

Rubi ist an der Grenze zwischen Senegal und Mauretanien.
Rubi ist an der Grenze zwischen Senegal und Mauretanien.

2017 Rudi - 7967 km im ersten Lebensjahr

2017 Rudi in Spanien

Der Jungstorch  Rudi aus dem Tiergarten pendelt von einer  Mülldeponie fast täglich zu einem Naturreservat.
Beides bietet  reichlich Nahrung.

Flugroute Rudi auf Karte
Flugroute Rudi. In Februar ist er noch in Nord Spanien

Rudi , der Jungstorch aus dem Besenderungsjahrgang 2016 ist der einzige bis heute überlebende Storch von insgesamt 5 besenderten Jungstörchen aus dem Wormser Tiergarten. Es ist ein Wunder der Natur, die ihm die Gabe schenkte, sogar exakt nach einem Jahr nach seinem Schlupf aus dem Ei das Nest seiner Eltern überfliegen zu können - nach einer Flugreise von 7967 km. Ermöglicht wurde diese Beobachtung durch den vom NABU-Worms-Wonnegau finanzierten Sender auf seinem Rücken. Den ersten Geburts-/ Schlupftag hat er wieder in unserer Gegend verbracht und blieb hier auch bis zum Herbst. Den ersten Winter 2016/17 verbrachte er im südlichsten Spanien und pendelte immer wieder nach Portugal. Aber dieses Jahr (Stand Februar 2018) ist er noch relativ bequem. Nordost-Spanien reicht ihm vorerst, denn eine Deponie und ein sumpfiges Naturschutzgebiet nur 20 km entfernt ist sein fast tägliches Flugpensum.
Auch erstaunlich, wie sein Schlupfzeitpunkt, die letzte Aprilwoche 2016, wieder die selbe Woche in 2017 war, in der seine vier jüngsten Geschwister aus dem Ei schlüpften.

Im Spätsommer des Storchenjahres 2017 flogen drei Jungstörche aus Worms wieder in den gefährlichen Süden aus einem ursprünglich großen Gelege von fünf Eiern.

Die geringe Zahl der Überlebenden nach einem Jahr ist erschreckend. Von 26 besenderten Störche aus 2015 lebt weiterhin nur noch Odysseus, von 22 in 2016 noch 6 und von 12 aus 2017 bisher nur noch 4. Ein Stromschlag in Spanien und die Jagd in Afrika sind die Haupttodesursache. Daher sind wir froh, dass unsere Elternstörche auch diesen Winter hier blieben und in jedem Monat einer das Nest im Tiergarten inspizierte. Rund um den Jahreswechsel 2018 konnte jeder am Storchenschicksal interessierte Papa- und Mamastorch schon wieder zusammen beobachten, dies dank der gestochen scharfen Bilder zu Haus am Computer oder Handybild (Webcam Worms). Verfolgen Sie dort wieder das Wormser Storchenjahr 2018 oder besuchen Sie den Tiergarten.


Rudi zurück in Deutschland

Bild Flugroute bis 4 April
Flugroute bis 4 April