Unsere Wanderfalken-Expertin Ruth Hammann-Jähme postet hier regelmäßig Highlights in das Wanderfalken-Tagebuch.
Diesen Terzel habe ich heute morgen entdeckt. Das ist ein fremder Kamerad, der sich ca. eine halbe Stunde lang umgeschaut hat.
Die Wanderfalken suchen immer noch beinahe täglich einzeln oder zu zweit den Nistplatz auf. Meistens am frühen Morgen.
Die Wormser Wanderfalken treffen sich immer noch zur Balz.
Unser Wanderfalkenpaar konnte heute wieder bei der Balz beobachtet werden. Danach blieb der Terzel noch eine Weile am Nistplatz. Er scharrte noch in der Grube, später blickte er (skeptisch?)
In den vergangenen zehn Tagen haben sich die Wanderfalken nicht mehr am Nistplatz aufgehalten. Damit müssen wir auch die Hoffnung auf ein Nachgelege aufgeben. In den drei bis vier Wochen nach dem Verlust des ersten Geleges kann es vorkommen, dass Wanderfalken es noch einmal versuchen. Dann ist es häufig ein kleineres Gelege.
Es ist eine schöne Überraschung: nachdem ich das letzte von drei Eiern am 17.04. aus dem Brutplatz geborgen habe, hat sich noch am gleichen Nachmittag wieder das alte Brutpaar zur Balz eingefunden. Das hat sich seither an fast allen Tagen wiederholt. Da können wir wieder ein bisschen hoffen, dass vielleicht doch noch eine späte Brut stattfindet. Das Ei wurde zu wissenschaftlichen Zwecken eingesendet (NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen). Da Wanderfalken am Ende der Nahrungskette stehen, sind ihre Eier gute Bioindikatoren z.B. für Umweltgifte.
Seit über 24 Stunden hat das Ei verlassen dagelegen. Es ist jetzt traurige Gewissheit, dass das Brutpaar das Gelege auf gegeben hat. Warum das passiert ist, bleibt ein Rätsel.
Wir möchten uns für die wiederholt aufgetretene Unterbrechung des Livestreams entschuldigen. Die neue Technik hat noch ein paar Kinderkrankheiten. Zuletzt hat das Wanderfalkenweibchen nur unregelmäßig auf dem letzten verbliebenen Ei gesessen. Wir können nur hoffen, dass das das gut geht
Der Terzel bringt auch heute noch Futter. Er hat sich etwas rar gemacht.
Am Abend des 23.02. fraß das Weibchen auch das zweite Ei. Es ist möglich, dass auch das dritte Ei beschädigt ist. Zur Zeit brütet sie es aber.
Die Freude über das dritte Ei währte nur kurz. Es wurde möglicherweise schon direkt bei der Ablage beschädigt und ist wohl teilweise ausgelaufen. In der nächsten Nacht blieb es schließlich im Gefieder des Weibchens kleben. Zu guter Letzt fiel das Ei dann vor dem Kasten ab und das Weibchen fraß das meiste auf.
Solche Rückschläge passieren selten, sind aber nicht außergewöhnlich und kommen überall in der Vogelwelt vor. Ohne unsere Webcam hätten wir davon nichts mitbekommen.
Seit heute Vormittag sitzt das Weibchen durchgehend auf den Eiern. Erfahrungsgemäß wird sie noch ein Ei legen und die Zeit des Brütens beginnt. Das heißt, ungefähr um den 21./22. April herum können wir mit dem ersten Schlupf rechnen.
Das 3. Ei kam kurz vor Mitternacht
Heute kurz nach 9:00 Uhr legte das Wanderfalken-Weibchen das zweite Ei.
Da es noch nicht ernsthaft angefangen hat zu brüten, könnten noch zwei weitere hinzukommen.

Dass wir jetzt häufiger ein Paar im Nistplatz sehen, deutet daraufhin, dass die beiden bald eine Familie gründen werden. Für uns Menschen sieht es eher aus wie ein Kräftemessen unter Sumo-Ringern, aber unter Wanderfalken gehört das Verhalten zur Balz. Wenn alles gut geht, können wir Ende März mit der Eiablage rechnen.
Ein balzendes Paar am 11. Januar 2026 macht Hoffnung auf eine neue Brut
Sporadisch schaut ein (unser?) Terzel nach dem Rechten. Wir haben Grund, optimistisch zu bleiben.

Mehrmals täglich schaut jetzt der Terzel am Nistplatz vorbei. Die männlichen Wanderfalken mausern sich im Spätherbst, da haben sie die "Zeit" dazu. Die hier sichtbare Struktur seines Federkleids zeigt, dass die Mauser abgeschlossen ist, sonst könnte man deutlich fehlende Schwungfedern sehen.
Die Weibchen "nutzen" die Zeit, wenn sie brüten für die Mauser. Da werden sie ja vom Terzel versorgt. Generell ist die Mauser eine Stressphase für alle Vögel, weil sie in der Zeit einen erhöhten Bedarf haben, aber schlechter fliegen können.

heute zeigt er ihr den Nistplatz. Die Herbstbalz hat somit sicher begonnen.

Nach einer längeren Pause hat sich gestern und heute seit langem wieder ein Wanderfalke am Nistplatz gezeigt. Vielleicht ist das der Auftakt zur Herbstbalz, wenn ein Falkenpaar sich jeweils des Partners vergewissert und den Brutplatz sichert. Der Terzel hier hat schon Anstalten gemacht, eine Mulde zu schieben. Ob es ein Altvogel unseres letzten Brutpaares ist, kann ich nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch.


Bei allen Fragen und Angelegenheiten rund um die Wanderfalken wenden Sie sich bitte an:
NABU Worms-Wonnegau
Ruth Hammann-Jähme: hammann.jaehme(at)t-online.de