Vogelwelt am AltRhein Erlebnispfad

7. Mai 2017, Sonntag

Blaukehlchen Foto Frank-Derer
Blaukehlchen Foto Frank-Derer
Beutelmeise Foto Ralf Ottmann
Beutelmeise Foto Ralf Ottmann

An verschiedenen Stationen erhalten wir auf dem 6 km langen Rundweg Informationen über die Bedeutung der besonderen Landschaft, des Schutzgebietes Eich-Gimbsheimer Altrhein und der hier lebenden Tier- und Pflanzenarten.

 

Treffpunkt: 06.00 Uhr am Parkplatz der Feuerwehr in Eich, Osthofener Straße 13.

 

Info und NABU-Leitung: Matthias Bösl 0 62 42 / 54 58

Flyer Altrhein Erlebnispfad

 



Weinwanderung rund um den Bordsberg

13. Mai 2017, Samstag

Was macht den Bordsberg in Mörstadt zu einem "Schatzkästchen der Natur“? 

 

Entdecken Sie es auf einer Weinbergswanderung zur „Weitsicht mit Piffche und Rhoihessemunkelsche". Dazu gibt es Geschichten zum Wein, den Fluren und Wegen. Festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung sind erforderlich.Dauer: ca. 2 1/2 Stunden.

Teilnehmergebühr Erwachsene 5,- €.

  

 

Treffpunkt: 15.00 Uhr in Mörstadt, am Grillplatz "In den Rechen", Kreisel Mörstadt in Richtung Pfeddersheim

1. Abzweig links, Zufahrt Bauschuttdeponie;

NABU-Schildern folgen.

 

Info und Leitung: Iris Peterek 0 62 44 / 90 56 07

 

Rückblick:

Den Bordsberg kennen wir im NABU Worms-Wonnegau ja ziemlich gut, nicht zuletzt ziert ein Foto unser aktuelles Jahresheft.
Dass es dort aber nicht nur Pflanzen gibt, die in der Roten Liste zu finden sind, sondern auch solche, die man essen kann, vermittelte uns die Kultur-und Weinbotschafterin Iris Peterek. Nachdem wir Wissenswertes über die Entstehung und die Bedeutung des Bordsbergs als "Schatzkästchen der Natur" erfahren haben, gab es zum Abschluss der Exkursion Quark mit Kräutern vom Bordsberg (u.a.Schafgarbe, Brennnessel, Giersch, Gänseblümchen und Kresse) und Wein von Bordsberg nahen Wingerten zu verkosten. Auch die verschiedenen Rebsorten waren uns zuvor an Ort und Stelle erläutert worden. Dazu genossen wir die herrliche Weitsicht bei guten Wetterbedingungen.
Schade, dass nur 7 Personen den Weg zum Bordsberg fanden. Die Stimmung war trotzdem gut, danke Iris!
Jutta Wostbrock    Bilder


NABUtour zu den Steinkäuzen

19. Mai 2017, Freitag

Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Weinberge Osthofens besuchen wir den Lebensraum des Steinkauzes und schauen zu, wie junge Käuze beringt werden. Für Kinder besonders geeignet.

 

 

Treffpunkt: 17.00 Uhr Parkplatz Friedhof Osthofen (an der Landstraße zwischen Osthofen und Abenheim)

Info und Leitung: Matthias Bösl (0 62 42) 54 58

Bilder unter Bildergalerie Mai 2017



Insekten in Hohlwegen

28. Mai 2017, Sonntag

Von den früher für Rheinhessen typischen Hohlwegen sind nur noch wenige erhalten geblieben. Sie bieten wegen des Kleinklimas Lebensraum für spezielle Pflanzen und Tiere, insbesondere für viele Insektenarten.

Insektenspezialist Gerd Reder aus Niederflörsheim, der die Insektenwelt der Lößwände in unserer Region erforscht und viele seltene Arten nachgewiesen hat, wird uns führen.

 

Treffpunkt: 10.00 Uhr in Mörstadt, am Grillplatz "In den Rechen", Kreisel Mörstadt in Richtung Pfeddersheim

1. Abzweig links, Zufahrt Bauschuttdeponie; NABU-Schildern folgen.

Info: Jutta Wostbrock 0 62 41 / 97 05 97 oder 0151-61409637

Rückblick Jutta Wostbrock

Wieder einmal wurde deutlich, dass der Bordsberg in Mörstadt „ein Kleinod in unserer rheinhessischen Landschaft“ und „ein Schatzkästchen der Natur“ darstellt.

Nachdem wir uns bisher hauptsächlich den dort beheimateten seltenen Pflanzen und vor 2 Wochen ausnahmsweise mal dem Wein gewidmet haben, wurde uns heute (28.5.) die Insektenwelt näher gebracht.

Gerd Reder zeigte und erläuterte viele unscheinbare Insekten und ihre Futterpflanzen am Wegesrand. Am auffälligsten sind im Moment sicher die von Gespinstmotten eingehüllten Bäume und Sträucher, wie z.B. das Pfaffenhütchen und der Weißdorn. Die Raupen verpuppen sich im Gespinst,  nachdem sie sich wochenlang von den Blättern ernährt haben. Dabei schaden sie dem Strauch nicht, wenn das Gespinst verwittert, schlägt er wieder neu aus.

Mehrere Insekten fing Gerd mit dem Netz ein, wir konnten sie dann mit Hilfe einer Becherlupe genau betrachten. Wir sahen einen Blattkäfer (Clytra), rot mit schwarzen Streifen und Punkten, einen Blütenbockkäfer, von dem es 150 Arten in Rheinland-Pfalz gibt und die Sandbiene Andrena florea, die auf der rot fruchtigen Zaunrübe vorkommt.
An den Lößwänden fielen  die Bohrlöcher von Pelzbienen auf, die oft von Trauerbienen parasitiert werden.

Eine Schlupfwespe mit ihrem langen Legebohrer konnte ebenfalls betrachtete werden, ebenso eine Hausfeldwespe, die zu den Faltenwespen gehört, davon gibt es 90 Arten in Rheinland-Pfalz.

Die Skorpionsfliege, die sich von toten Insekten ernährt, trägt am Hinterleib ein verdicktes und nach oben gekrümmtes Genitalsegment (nur die Männchen), das an den Stachel eines Skorpions erinnert. Weltweit gibt es davon 100 Arten, in Mitteleuropa aber nur 5. Abschließend ließ sich ein Waldbrettspiel fotografieren, das gerne in auf besonnten Waldlichtungen vorkommt.

Waldbrettspiel
Waldbrettspiel

Wir erfuhren, dass es für viele Insekten nur einen wissenschaftlichen Namen gibt, deutsche Namen sind oft zu ungenau und regional unterschiedlich. Chemische Verbindungen (Pheromone) sind für das Sozialleben von großer Bedeutung, schon in äußerst geringen Konzentrationen können sie über die Fühler wahrgenommen werden. Die Bestimmung der Arten ist bei der großen Vielfalt oft sehr schwierig, manchmal ist sie nur durch genaue Untersuchung des Genitalapparates möglich.
Weniger schön, eher erschreckend, ist die Tatsache, dass sich die Anzahl der Insekten  bis auf 25% reduziert hat gegenüber den noch vor wenigen Jahrzehnten vorkommenden. Das sollte uns zu denken geben und vor allem zum Handeln auffordern.
Abschließend sei noch erwähnt, dass Gerd Reder kürzlich am Bordsberg eine Goldwespe nachweisen konnte, die in Rheinland-Pfalz lange Zeit verschwunden war. Sie lebt parasitär und nutzt eine Grabwespe als Wirt.
Ein herzliches Dankeschön an Gerd für die interessante Führung, die mehr Teilnehmer (es waren außer Gerd und seiner Frau 7 Personen:  4 Vorstandsmitglieder und 3 „Fremde“) verdient hätte.