Das dritte Ei am 30. Maerz
Das dritte Ei am 30. Maerz
Falkenmutter mit zwei Eier
Das zweite Ei

Nur 4 Tage später. Hubert Willems

Die Zuversicht nicht verlieren!

Eigentlich ist die Brutzeit der Wanderfalken in vollem Gange. Heidelberg, Nürnberg und andere Städte machen es vor. Eigentlich, nur im Wanderfalkenhorst im Nord-Ost-Turm des Wormser Doms gehen die Uhren anders. Bereits seit Mitte Februar ist ein Falkenpaar zu beobachten, das regelmäßig den Nistplatz aufsucht. Die Webcams machen es möglich. Das Entscheidende ist aber leider noch nicht eingetreten: Es gibt kein Ei! Anfang März wurde es zwischenzeitlich so ruhig, dass man die Zuversicht hätte verlieren können, aber ab der dritten Märzwoche konnte wieder häufiges Balzen beobachtet werden. Das Weibchen hat immer wieder den Horst aufgesucht und „probegesessen“, d.h. den Nistplatz auf seine Tauglichkeit geprüft und auch den Kies ein wenig halbherzig herumgeschoben. Es ist schon wichtig für das Überleben der Brut, dass eine Eiablagestelle nicht feucht ist, denn wenn bei einem starken Regen das Wasser nicht abläuft, ertrinken die jungen Vögel oder sie erfrieren kläglich. Wieder haben wir es, wie im vergangenen Frühjahr, mit einem

jüngeren Terzel zu tun, der aber schon im Dezember 2021 beobachtet werden konnte.

Das Federkleid, das vorn über der Brust ein „getropftes“ Muster zeigt, verrät das Jugendkleid.

Er ist am linken Fang beringt und daher gut wiederzuerkennen. Fragen wirft die Tatsache auf, dass er nur einen goldfarbenen Ring links trägt. Normalerweise würde man noch einen weiteren Ring am rechten Fang erwarten, der Auskunft über das Jahr und den Ort der Beringung, bzw. des Schlupfes gibt. Möglicherweise hat er seinen Ring kurz nach der Beringung verloren, wenn die Fänge noch zu dünn waren oder er wurde beispielsweise in Frankreich beringt. Das wäre von der Entfernung her ein Leichtes. Vielleicht hat eine Leserin oder ein Leser dieses Berichts dazu eine Idee?
Nun bleibt nur, die Launen der Natur hinzunehmen, wie sie kommen. Wir Menschen dürfen natürlich weiterhin auf Nachwuchs hoffen.

Ruth Hammann-Jähme


Montag, den 21. März

Sonntagmorgen, 20 März Frühstückszeit

Eine Stunde später