Mauerseglerschutz

NABU/ A. Limbrunner, Dachau
NABU/ A. Limbrunner, Dachau

Anfang Mai kehrt der Mauersegler in großen Schwärmen aus seinem Überwinterungsgebiet Afrika nach Deutschland zurück, um hier seine 2 bis 3 Jungen großzuziehen. Er bleibt etwa 3 Monate lang und fliegt dann Anfang August ins Winterquartier zurück.
Der Mauersegler fällt vor allem durch seine außergewöhnliche Flugfähigkeit auf. Die dunkelbrauen Vögel verbringen ¾ ihres Lebens in der Luft. Er fängt seine Beute und trinkt im Flug, schläft und paart sich in der Luft, und sammelt dort Nistmaterial ,das vom Wind aufgewirbelt wurde. Der Mauersegler wird oft mit der Schwalbe verwechselt, mit der er aber nicht verwandt ist.

Gerüstlöch
Gerüstlöch

Er nistet meist in Spalten und Hohlräumen unter Dächern und in Hauswänden. Diese gehen immer mehr durch Renovierungsmaßnahmen verloren.
Deshalb hat es sich der NABU Worms zur Aufgabe gemacht, diese zu erhalten. Wussten Sie, dass am Wormser Dom mehr als 50 Mauerseglerpaare in den bis zu 1 m tiefen, historischen Gerüstlöchern brüten? Diese weisen eine Öffnung von ca. 13x13 cm auf. Leider brüten in einigen geeigneten Löchern auch Stadttauben, die mit ihrem Kot das Bauwerk stark schädigen.