An Arbeit mangelt es nie. Die 20 von NABU betreuten Grundstücke mit einer Größe von etwa 20 Hektar müssen gemäht oder bepflanzt werden. In dem offenen Bereich der Sandgrube Monsheim hingegen sollen keine Bäume und Büsche wachsen, sonst fühlen sich Hunderte von Insektenarten nicht mehr wohl.

 

Am Bordsberg in Mörstadt wird der Lebensraum für Zwergkirsche und Orchideen erhalten. Zwischen Ibersheim und Hamm sind wir Besitzer von Streuobstwiesen. Dort wurden neue Obstbäume angepflanzt, um Fledermäusen und Vögeln neuen Wohnraum zu bieten.

 

Im Zuge der Restaurierungsmaßnahmen am Wormser Dom setzt sich der NABU-Worms für die Erhaltung der historischen Gerüstlöcher ein, die dem Mauersegler als Brutplätze dienen. Auch der Wanderfalke hat einen Brutplatz am berühmten Wormser Bauwerk.

Artenschutz durch die Schaffung von Nistmöglichkeiten an Gebäuden ist uns ein besonderes Anliegen. Diese bringen wir z.B. an sogenannten Trafohäuschen für Mehlschwalben, Fledermäuse, Hornissen und Turmfalken an. Das bedeutet eine erhebliche Vergrößerung des Wohnungsangebotes für diese Arten.

 

Eine Vogelart hat es uns aber besonders angetan - der Steinkauz. Dieser kleinen Eulenart fehlt es an Baumhöhlen. Da in Rheinhessen die Zahl großer, freistehender Bäume stark zurückgegangen ist, hat der Steinkauz kaum noch Bruthöhlen. Rund 90 Steinkauzröhren wurden in den letzten 25 Jahren vorwiegend in Nussbäumen angebracht. Selbst in Strommasten befestigte Röhren nimmt der Steinkauz seit 2005 an.