Gundersheimer Kalksteinbrüche als wichtiges Refugium

Besichtigung am 25.August 2019

Naturschutzgebiet Kalksteinbrüche "Rosengarten".

 

Das rund 12 Hektar große Gelände steht unter Naturschutz. Der ehemalige Kalksteinbruch ist eine geologische Fundgrube ersten Ranges, die Aufschluss über die Entwicklungsgeschichte unserer Heimat gibt. Bis zum Jahre 1959 verdienten nicht nur in diesem Gelände viele Gundersheimer Bürger als "Steinbrecher" ihr täglich Brot.  Unter Verwendung von Pulver wurden die Felsen gesprengt, um dann in Handarbeit zerkleinert zu werden. In zwei am Bahnhof gelegenen Ringöfen wurden die

Kalksteine dann gebrannt und der Kalk müt Güterwagen abtransportiert. Über Gleisanlagen, auf denen von Pferden gezogene Rollwagen führen, wurde das Steinmaterial aus den Brüchen zum Brennofen transportiert.
Seit der Stilllegung vor rund 40 Jahren hat sich hier eine besondere Flora und Fauna eingestellt. Seit dieser Zeit betreut die BUND-Kreisgruppe Alzey-Worms mit großem Einsatz die Flächen.

Insbesondere ein sehr selten vorkommender Trockenrasen mit seiner besonderen Pflanzenvielfalt findet die Bewunderung der Besucher.