Amphibienschutz
 
   
   
Moorfrosch
Moorfrosch, Foto: Margarete Daumann

 
Im Wormser Ried, der Bürgerweide und den Flugplatzwiesen befindet sich ein Amphibienvorkommen das in der rheinhessischen Rheinniederung seinesgleichen sucht. Von 19 in Deutschland vorkommenden Arten kommen dort allein 11 Arten vor. Der vom Aussterben bedrohte Moorfrosch hat hier sein wohl größtes Vorkommen in Südwestdeutschland.
Bei ihrer Wanderung in die Laichgebiete mussten die Amphibien die K 7 am Flugplatz und die Schnellstraße B 9 überqueren und wurden massenhaft überfahren. NABU und Umweltamt der Stadt Worms erkannten die Gefahr sehr früh, errichteten sogenannte Krötenzäune und organisierten die Betreuung.
 
Allen voran schritt Richard Witt jahrelang die kilometerlange Strecke ab und brachte die Kröten sicher über die Straße.
Erst in den Jahren 1999 und 2000 wurden die Maßnahmen zum Schutz der landesweit bedeutsamen Amphibienbestände verstärkt und sogenannte Amphibientunnel gebaut. 2004 konnte die Wanderung der Frösche und Kröten zu ihren Laichgewässern nun vollständig sichergestellt werden.
  Erdkröte
Erdkröte, Foto: Margarete Daumann